Wilhelm Maier

Der Namenspatron unserer Schule wurde am 14. April 1901 in Untergröningen, Landkreis Schwäbisch Gmünd, geboren. Als Beamter des württembergischen gehobenen Verwaltungsdienstes wurde er am 25. April 1929 unter 19 Bewerbern zum Bürgermeister von Obereisesheim gewählt. Seine hiesige Amtszeit dauerte bis 15. April 1966. Sie war mit 37 Jahren die längste, die je ein Bürgermeister in dieser Ortschaft hatte. Die Gemeinde hatte in ihm einen Mann von großer fachlicher Befähigung und unermüdlichem Schaffensgeist. Er verstarb am 7. Oktober 1977.

Seine Erfolge und die Anerkennung seiner Leistungen haben ihn mit Obereisesheim eng verbunden. Auf Anregung des Gemeinderates durfte Bürgermeister a. D. Wilhelm Maier am 15. August 1966 das Bundesverdienstkreuz am Bande aus der Hand des Landrats empfangen. Die damals noch selbstständige Gemeinde Obereisesheim verlieh im Rahmen der 1200-Jahr-Feier am 9. Juni 1967 ihrem verehrten Altbürgermeister Maier das Ehrenbürgerrecht. Er hat eine der fortschrittlichsten Gemeinden des Landkreises Heilbronn geformt. Im Jahre 1953 wurde der Schulbau begonnen und 1957 vollendet. Das damals neu errichtete Schulgebäude (die heutige Grundschule) erhielt auf Beschluss des Gemeinderates den Namen „Wilhelm-Maier-Schule“.

Privat war Wilhelm Maier ein großer Naturfreund und begeisterter Bergsteiger. 1931 heiratete er die Obereisesheimerin Elsa Frank. Anlässlich seines hundertsten Geburtstages im April 2001 ließ es sich die inzwischen 96 Jahre alte Frau Maier erneut nicht nehmen, persönlich einen ansehnlichen Geldbetrag zu überbringen und der Schule zu stiften. Elsa Maier starb am 15. Mai 2004 im hohen Alter von 99 Jahren als bis dahin älteste Einwohnerin Obereisesheims.


Bericht zum 110. Geburtstag von Wilhelm Maier